Die „Mietpreisbremse“ – ein Rohrkrepierer schon vor Inkrafttreten

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Wohnraumimmobilie

Investitionen in Wohnraumimmobilien müssen erleichtert werden – nicht erschwert

Wie die „Stuttgarter Zeitung“ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wollen zahlreiche Städte in Baden-Württemberg gegen die „Mietpreisbremse“ Widerstand leisten, die durch die grün-rote Landesregierung per Regierungsverordnung umgesetzt werden soll.

Kritisiert wird vor allem die Datengrundlage, auf der die Regionen „mit angespanntem Wohnungsmarkt“ selektiert wurden, für die künftig gelten soll, dass bei der Wiedervermietung einer Wohnung die Miete höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf.

Zugrunde gelegt wurde der Zensus 2011 – also Datenmaterial, das über 4 Jahre alt ist und viele Wohnungsbauprojekte, die seitdem umgesetzt wurden, gar nicht berücksichtigt.

Das Modell der Mietpreisbremse ist aber wohl schon im Grundsatz verfehlt, weil es die Anreize reduziert, in Wohnraum zu investieren. Solche Investitionen müssten aber im Gegenteil gerade erleichtert und darüber hinaus Baugenehmigungen schneller erteilt werden.

Als Ausgleich bei steigenden Mieten haben Bedürftige schon nach geltendem Recht Anspruch auf Wohngeld.

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Autor:Georg Mannsperger

One Response to "Die „Mietpreisbremse“ – ein Rohrkrepierer schon vor Inkrafttreten"

  1. Thomas
    Thomas Erstellt am 14. September 2015 um 10:42

    Die Meinungen zur Mietpreisbremse waren von Anfang an sehr unterschiedlich. Die Zeit wird erst zeigen, ob und was das ganze für Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt etc. haben wird. Ich jedenfalls bin sehr gespannt, welche Entwicklung das ganze nimmt.