Klaus Merz aus Karlsruhe-Neureut erhält Reinhold-Maier-Nadel

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Die Verlässlichkeit, das klare Wort bei gleichzeitig immer spürbarer Fähigkeit zu Ausgleich und Kompromiss: Diese Eigenschaften betonten die Festredner anlässlich der Verleihung der renommierten Reinhold-Maier-Nadel an Herrn Klaus Merz.

„Kommunale Entscheidungen von Klaus Merz waren immer getragen von hoher Sachkompetenz und wurden den Einwohnern auch immer ganz persönlich vermittelt“, sagte Jürgen Stober, Ortsvorsteher von Karlsruhe-Neureut. Besonders hob er die Rolle von Klaus Merz bei der Eingemeindung von Neureut ins Stadtgebiet von Karlsruhe Mitte der Siebzigerjahre hervor. Damals hatte die örtliche FDP lange, aber letztendlich vergeblich dafür gekämpft, dass der Ort seine Eigenständigkeit bewahren sollte. Sehen Sie hier einen Ausschnitt der Rede von Jürgen Stober als Video:

 

 
Klaus Merz war 1968 mit 26 Jahren als jüngstes Mitglied den Einzug in den Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Neureut eingezogen – hätte seinerzeit das passive Wahlrecht nicht noch bei 25 Jahren gelegen, wäre er wohl noch früher in die kommunale Verantwortung gekommen. In seiner Laudatio hob Prof. Dr. Jürgen Morlok, Mitglied des Verwaltungsrats der Reinhold-Maier-Stiftung und Ehrenvorsitzender der Freien Demokraten Baden-Württemberg, die unzähligen Wahlkämpfe hervor, die Klaus Merz in seiner politischen Laufbahn bestritten hat.  „Ich glaube, dass Vertreter anderer Parteien gar nicht ermssen können, wie viel Aufwand bei der FDP notwenidg ist, um einen Wahlkampf zu bestreiten“, so Morlok. „90 Prozent der Parteimitglieder müssen sich ehrenamtlich engagieren, damit einige wenige dann Ämter in Parlamenten übernehmen können.“

Nach dem Eingemeindungsbeschluss habe sich Merz nicht schmollend aus der Kommunalpolitik zurückgezogen, sondern sich weiter engagiert, um im weiteren Prozess möglichst gute Bedingungen für seinen Heimatort herauszuholen. Morlok nahm einleitend zunächst Bezug auf die Werte des für die Ehrung namensgebenden Landesvaters von Baden-Württemberg, Reinhold Maier:

 

 

In seiner Dankesrede nahm auch Klaus Merz auf die Eingemeindung Bezug und hob hervor, dass Neureut in der Aufbauzeit nach dem Krieg noch 3.000 Heimatvertriebene zu integrieren hatte – worin er durchaus Parallelen zur heutigen Flüchtlingssituation sieht. „Unterschätzt nicht die Bürger, die gewisse Bedenken haben, die Angst haben vor der Integration der Massen von Leuten“, mahnte Merz. „Wir müssen stolz sein darauf, dass unser Land bereit ist, Flüchtlinge aufzunehmen – aber unbegrenzt werden wir das nicht schaffen, und allein schon gar nicht“, fügte er mit Blick auf eine anzustrebende EU-weite Lösung der Flüchtlingsproblematik hinzu. Hier die Rede von Klaus Merz im Video:

 

 
 

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Zu den bisherigen Preisträgern von Reinhold-Maier-Medaille und Reinhold Maier-Nadel
 
 

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Autor:Georg Mannsperger