Europa in der Bewährungsprobe! Neue Herausforderungen auf dem alten Kontinent

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Als „konkurrenzloses Gegenwartskompendium“ und als „Gegenwartsanalye, die nichts zu wünschen übrig lässt“ bezeichneten Süddeutsche Zeitung und FAZ die jüngst erschienene zeithistorische Abhandlung „21.0 – Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ von Andreas Rödder. Am Donnerstag, den 28. 4. wird der Professor für Neueste Geschichte aus Mainz seine Analyse im Rahmen einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Heidelberg vorstellen. Im Anschluss diskutiert er mit dem Verwaltungsratsmitglied der Reinhold-Maier-Stiftung, Prof. Dr. Jürgen Morlok.

Nichts weniger als eine Weltgeschichte der Gegenwart – dieses ambitionierte Vorhaben hat sich Rödder mit seinem Werk vorgenommen. Von der Digitalisierung über Gleichstellung bis hin zum Klimawandel: Keines der großen Probleme von heute lässt er dabei aus. Schon der Titel ist beziehungsreich: „21.0“ spielt auf den binären Code digitaler Welten im 21. Jahrhundert an, die „kurze Geschichte der Gegenwart“ verweist auf einen der größten Welterklärer unserer Zeit, Stephen Hawking, der sich in „Eine kurze Geschichte der Zeit“ den ganz großen Fragen der Menschheit widmete.

Im Grunde ist doch das Interesse für die Gegenwart der Antrieb aller Wissenschaft. Ich finde, das macht die Lebendigkeit von Wissenschaft aus.
Prof. Dr. Andreas Rödder

AndreasRödder1„Ich glaube, es ist schon die Aufgabe der Geschichtswissenschaft, große Linien zu zeichnen. Darin sehe ich einen erheblichen Bedarf, weil die Menschen, mit  denen ich spreche, offensichtlich davon Erklärung gewinnen“, so beschreibt Rödder seinen Ansatz. Seine zeitgeschichtliche Abhandlung ist schon deswegen im besten Sinne modern, weil sie nicht um die herkömmlichen historischen Fixpunkte 1933-45 und 1989-90 kreist, sondern einen neuen Bezugszeitraum definiert: „Mit den Erfahrungen einer beschleunigten, globalisierten und digitalisierten Welt treten zwei neue Referenzzeiten hervor: Die 70er- und 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts, in der die Kräfte freigesetzt wurden, aus denen die Welt 3.0 hervorging und die Zeit vor 1914, aus der die Welt 2.0 entstand“, so Rödder.

Mit diesem Rüstzeug ausgestattet, wird sich eine kenntnisreiche Diskussion im Heidelberger Palais Prinz Carl entspinnen. Rödders Gesprächspartner, Professor Jürgen Morlok, kann dabei aus dem Erfahrungsschatz von über vier Jahrzehnten politischer Tätigkeit schöpfen. Das Aufeinandertreffen von Wissenschaft und Realpolitik verspricht einen spannenden Abend.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten auf der Website der Friedrich-Naumann-Stiftung.

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Autor:Georg Mannsperger