„Schmierentheater“ in Stuttgart – Karl-Heinz Hense liest aus seinem neuesten Buch

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Zu einem politischen Abend der besonderen Art lud die Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg am 27. September ins Stuttgarter Kulturzentrum Merlin. Der Autor Karl-Heinz Hense las aus seinem neuesten Buch mit dem Titel „Schmierentheater“.

Karl-Heinz Hense bei seiner Lesung im Kulturzentrum Merlin in Stuttgart

 

Ein vielsagender Titel, wenn man bedenkt, dass Hense aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in leitender Position der politischen Bildung über genug Einblicke in die politische Landschaft verfügt. So las er aus seinem Buch, das mit einem mysteriösen Mordfall beginnt und in dem sich aus einem scheinbar unspektakulären Verbrechen an einem Sportlehrer ein ganzes Geflecht aus Intrigen und skandalträchtigen Vorgängen in Politik, Spionage und Rüstungsindustrie ergibt.

Mit leichter und dennoch treffender Feder gelingt es dem Verfasser zahlreicher Bücher wieder einmal, die Leserschaft in seinen Bann zu ziehen.

Eine Besonderheit an Henses Stil ist, dass er es schafft, den Personen eine Menschlichkeit zu geben und sie gewissermaßen nicht nur als willenlose Akteure darstellt.

So wird das Dilemma der Politiker zwischen Schmiergeldern, Parteiprogrammen und Anstand nicht mit zynischer Überheblichkeit geschildert, sondern es wird deutlich gemacht, dass ganz persönliche Netzwerke, Sympathien und große Geschäfte oft Hand in Hand gehen.

In diesem Buch treffen sich die großen Genres. Es geht um Verbrechen, Liebe, Politik, Wirtschaft und gibt Einblicke in die Vorgänge, die unsere politische Landschaft täglich prägen.

 

Der Autor, Jahrgang 1946, stammt aus Norddeutschland und war jahrzehntelang bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit tätig. Heute lebt er in Nordrhein-Westfalen und Brüssel. Seine beruflichen Anfänge machte er selbst als Gymnasiallehrer. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel.

 

[„Schmierentheater“ – Roman von Karl-Heinz Hense, erschienen bei Shaker Media, 16,90 €]

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Autor:Melanie Kögler