Flüchtlingen helfen – Die „Krise“ bewältigen

Kategorien: Berichte

Im Rahmen einer Veranstaltung des European Liberal Forum (ELF) in Kooperation mit den liberalen Stiftungen in Baden-Württemberg erörterten drei Experten Möglichkeiten einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen. Sie beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und brachten ihre spezifische Expertise zunächst in 10-minütigen Impulsreferaten ein.

 

Dr. Thorsten Lange

Dr. Thorsten Lange

 

Der Politikwissenschaftler Dr. Thorsten Lange (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) leitete von der philosophisch-politischen Grundbetrachtung zwar den Anspruch jedes Menschen ab, das jeweilige Land zu verlassen. Aber daraus entstehe nicht automatisch der Anspruch auf Aufnahme in ein anderes Land. Dies sei allerdings durch internationale Modi, beispielsweise im Rahmen der Flüchtlingskonvention, ergänzt.

 

 

 

 

PD Dr. Rolf Steltemeier

PD Dr. Rolf Steltemeier

 

 

Dr. Rolf Steltemeier, Europa-Beauftragter beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, analysierte die wichtigsten Fluchtursachen und Flüchtlingsströme weltweit und die Hilfsmaßnahmen sowie wirtschaftlichen Kooperationen Europas und der Bundesrepublik.

 

 

 

Gabriele Heise

Gabriele Heise

Die Fachanwältin für Verwaltungsrecht Gabriele Heise schilderte ihre konkreten Erfahrungen in der ehrenamtlichen Betreuung einer zwanzigköpfigen Familie aus Syrien. Sie stellte insbesondere die mitunter problematische Klärung der Flüchtlingsstatus und die unterschiedlichen Bedürfnisse im Bildungs- und Betreuungsbereich in den Mittelpunkt und ging auf die Herausforderungen ein, die auf kommunaler Ebene durch die hohe Zahl an Flüchtlingen anfallen.

 

 

 

 

Ausgehend von diesen Grundlagen entwickelte sich eine Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die Frage zukünftiger Entwicklungen bei den Flüchtlingsströmen, möglicher Hilfsstrategien Europas und Zukunftschancen für Flüchtlinge in Deutschland und auf dem deutschen Arbeitsmarkt zum Inhalt hatten. Die Vermittlung von Bildung wurde dabei als besonders wichtig erachtet. Zudem sei die realistische Aussicht auf einen Arbeitsplatz in Deutschland entscheidend für jegliche Integrationsbemühungen. Auch eine klare Zuwanderungsregelung, in der geregelt ist, wer unter welchen Voraussetzungen in das Land kommen dürfe, war Konsens unter den Teilnehmern.

v.l.n.r.: Dr. Thorsten Lange, Gabriele Heise, PD Dr. Rolf Steltemeier bei der Diskussion

v.l.n.r.: Dr. Thorsten Lange, Gabriele Heise, PD Dr. Rolf Steltemeier bei der Diskussion

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Autor:Melanie Kögler