„Googles schlimmster Alptraum“- Margrethe Vestager erhält Reinhold-Maier-Medaille

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Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL begrüßte ©ml/fdp-bw

 

Am 30. Juni wurde die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit der Reinhold-Maier-Medaille ausgezeichnet. Die Ehrung fand in der Industrie- und Handelskammer in Stuttgart statt. In seiner Begrüßung lobte der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, den klaren ordnungspolitischen Kompass und die überzeugte europäische Grundhaltung der Preisträgerin.

 

 

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Die Laudatio wurde von Michael Theurer MdEP gehalten ©ml/fdp-bw

In seiner Laudatio berichtete der Landesvorsitzende der Freien Demokraten Michael Theurer, wie er als Mitglied des Europäischen Parlaments Margrethe Vestager erstmals begegnete,ihre Wege kreuzten sich fortan in Brüssel immer wieder. So habe er sie als offen und direkt, fair und durchsetzungsstark kennengelernt. Er schilderte ihr Politikverständnis und zitierte sie mit den Worten anlässlich des Beginns ihrer Amtszeit: Sie wolle nicht die Stimme einer bestimmten Gruppe sein, sondern sei von dem Wunsch getrieben, die Rechte der Einzelnen und die Chancengleichheit innerhalb der Gesellschaft zu gewährleisten Denn wenn wir die Chancen derjenigen stärken, die am wenigsten haben, heben wir die der ganzen Gesellschaft. Michael Theurer überreichte die Reinhold-Maier-Medaille mit den Gratulationsworten, dass Margrethe Vestager bewiesen habe, dass sie „keine Angst hat vor großen Tieren“ habe und „den Rechtsstaat ohne Ansehung der Person oder des Unternehmens durchsetzt.“

 

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Jochen Haußmann MdL hielt das Schlusswort ©ml/fdp-bw

 Auch der Vorsitzende der Reinhold-Maier-Stiftung, Jochen Haußmann MdL, sagte in seinem Schlusswort, dass Reinhold Maier keine überhöhte, sondern vielmehr eine pragmatische Wahrnehmung der Europa-Idee hatte. Er sah darin einerseits eine Maßnahme der Friedenssicherung und der Einhegung nationaler Ideologien, andererseits einen Weg, wirtschaftliche und infrastrukturelle Aufgaben gemeinsam einfacher bewältigen zu können. Haußmann betonte die Bedeutung von fairen und transparenten Wettbewerbsregeln und der Steuergerechtigkeit für einen stabilen Markt, der Wohlstand für alle bringt. Er dankte der Preisträgerin abschließend für ihren Mut, ihre Aufgabe als Hüterin der Verträge gegenüber nationalen Regierungen wie auch transnationalen Großkonzernen gleichermaßen wahrzunehmen.

 

 

Da Margrethe Vestagers Flug verspätet war, musste ihre Asssistentin Mette Dyrskjøt die Auszeichnung stellvertretend entgegennehmen ©ml/fdp-bw

Da Margrethe Vestagers Flug verspätet war, musste ihre Asssistentin Mette Dyrskjøt die Auszeichnung stellvertretend entgegennehmen ©ml/fdp-bw

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Das Publikum bei der Verleihung ©ml/fdp-bw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Person: Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kopenhagen begleitete Margrethe Vestager verschiedene Positionen in der Finanzverwaltung des Königreichs Dänemark, ehe sie 1998 als Ministerin für Bildung und kirchliche Angelegenheiten in die Regierung berufen wurde. Von 2001 bis 2014 war sie Mitglied des dänischen nationalen Parlaments Folketing für die sozialliberale Partei Det Radikale Venstre, die sie von 2007 bis 2014 auch als Vorsitzende und Fraktionschefin führte. Von 2011 bis zu ihrer Berufung in die Europäische Kommission war sie im Kabinett von Helle Thorning-Schmidt Ministerin für Wirtschaft und Inneres. Als Wettbewerbskommissarin hat sie sich insbesondere durch ihr striktes Vorgehen gegen verzerrende Steuerpraktiken einzelner Länder sowie gegen Marktmissbrauch durch Monopol- und Kartellbildungen weltweit einen Namen gemacht.

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Autor:Melanie Kögler

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